31.05.2018

Unwetter über Lemgo

THW leistet technische Hilfe im Ortsteil Leese. „Bereits am Sonntag war hier schon Land unter!“ so der Besitzer des Anwesen in Leese. Doch nun kamen noch mehr Wassermassen als Petrus, gleich zweimal, am Dienstag seine Pforten öffnete. Gleich zwei Unterwetterzellen zogen über fast das ganze Stadtgebiet hinweg und diese hinterließen ihre Spuren. Wie jeden Dienstag beendeten die Helferinnen und Helfer gegen 22:00 Uhr ihren Dienst auf dem Gelände des Ortsverbandes. Doch alle hatten schon einen Blick auf das Radar geworfen und keiner war sich sicher ob man sich in der Nacht nicht doch noch einmal sieht.

Gegen 23:20 Uhr ging dann der Anruf der Feuerwehr Lemgo ein. Die Feuerwehr forderte den Ortsverband Lemgo zur Unterstützung bei Pumparbeiten in Leese an. Hier war neben den Wassermassen der angespülte Schlamm das Hauptproblem.

Die 1. Bergungsgruppe sowie der Zugtrupp des Ortsverbandes wurden alarmiert und rückten kurze Zeit später Richtung Leese aus. Die Besonderheit bei der Ausstattung für Pumparbeiten, beim Ortsverband Lemgo, sind die vorhandenen „Chiemseepumpen“.  Diese haben nicht nur eine hohe Förderleistung sondern können ohne Probleme, Schlamm und Dreck bis zu einer Körnung von der Größe eines Tennisballs, mit abpumpen.

Nachdem die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet war liefen bereits auch schon die ersten Pumpen und der Wasserspiegel auf dem Gelände begann zu sinken. Jedoch nicht sehr schnell, da immer noch Wasser von den Feldern nachlief.

Das Anwesen war zu einem Nadelöhr für all das anfallende Regenwasser in Leese und von den Feldern geworden. Mittig durch das Gelände verläuft ein Regenabwasser – Abflussrohr, dass schon am Sonntag stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auf dem Gelände staute sich das Wasser kontinuierlich und floss nicht weiter Richtung Dorfmitte. Auch ein Spülwagen der Stadt Lemgo schaffte es nicht, das Roh wieder frei zu bekommen.

Sobald die Helferinnen und Helfer die Pumpen ausschalteten, drang immer wieder Wasser auf das Gelände. Somit rückte am frühen Morgen schweres Gerät an und baggerte das Rohr frei. Was dort zum Vorschein kam erklärte alles. Das komplette Rohr saß mit Geröll, Ästen und teilweise ganzen Baumstämmen komplett zu. Immer wieder wurde die mittlerweile entstandene Baugrube von knapp 2 m tiefe leergepumpt und das Rohr schließlich wieder freigespült. Währenddessen wurde der vorherige Abschnitt des Rohrs mit Hilfe von Sandsäcke abgesperrt und das Wasser abgepumpt um ein ständiges eindringen des Wassers in die Grube zu verhindern. Am frühen Nachmittag haben die Helferinnen und Helfer mit dem Rück- und Abbau der Ausstattung begonnen. Schlamm und Dreck musste entfernt werden um eine direkte Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. Gegen 17:00 Uhr war der Einsatz beendet.

An dieser Stelle möchten sich alle Helferinnen und Helfer noch einmal bei dem Besitzer und der ganzen Familie des Anwesens für die freundliche Unterstützung während der Einsatzarbeiten bedanken.

Text & Fotos: Jennifer Reineke


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