29.01.2018

Einsatz „Baumsprengung“ in Bad Salzuflen

Am Samstag erreichte den Ortsverband Lemgo die Anforderung den Ortsverband Paderborn, aus dem Regionalstellen Bereich Arnsberg, mit Hilfe des Zugtrupps Lemgo bei einer Baumsprengung zu unterstützen. Immer noch werden nach dem Orkan „Friedericke“ große Schäden in den Wäldern entdeckt. So auch in der Nähe des Golf – und Landclubs Bad Salzuflen e.V. In einem Waldstück, nahegelegen der vielbefahrenen Exterschen Straße, hatte der Orkan einen ca. 25 Meter hohen Baum in der Krone gespalten. Der Baum drohte nach links und rechts auseinander zu brechen. Für normale Fällarbeiten mittels Kettensäge war der Baum zu risikoreich geschädigt.

Gegen 10:30 Uhr trafen sich an der Einsatzstelle in Bad Salzuflen der Zugtrupp des Ortsverbandes Lemgo mit der 1. Bergungsgruppe und der Fachgruppe Sprengen des Ortsverbandes Paderborn Zusätzlich waren ein Mitarbeiter des Forstamtes Bad Salzuflen und ein Mitarbeiter von Wald und Holz NRW an der Einsatzstelle anwesend. Nachdem der Ablauf besprochen wurde und alle benötigten Einsatzkräfte durch den Zugführer informiert waren begannen die Fachhelferinnen und Fachhelfern, unter Leitung des Gruppenführers und Sprengberechtigten aus Paderborn, mit den Vorbereitungen für die Sprengung.

Zunächst wurden sechs, knapp 60cm tiefe Löcher, an gezielten Stellen in den Baum gebohrt. „Selbst bei den Bohrarbeiten muss ich sehr aufmerksam sein. Beim Anbohren eines Baumes mit dieser Tiefe kann sich die Bohrmaschine schräg stelle, verkeilen oder sich zu stark mit drehen. Ebenfalls darf niemand den Baum bei diesen Arbeiten aus den Augen verlieren, da sich die Standsicherheit des Baumes durch das Bohren verändern kann, “ so ein Helfer während seiner Tätigkeit. Der Zugtrupp aus Lemgo dokumentierte den Einsatz im Einsatztagebuch und stand im engen Kontakt zum Gruppenführer der Fachgruppe Sprengen.

Danach ging es an die Vorbereitungen für die Sprengsätze. Im Vorfeld wurden die externen Einsatzkräfte, die nicht zu der Fachgruppe Sprengen gehörten, durch den Gruppenführer über das Verhalten und die Gefahren an der Einsatzstelle aufgeklärt.

Die benötigte Menge Sprengstoff (Gesteinssprengstoff) wurde so geformt, dass dieser wie eine Art „Wurst“ in die Löcher eingeführt werden konnte. „Zur Zeit ist der Sprengstoff ungefährlich und kann ohne weitere Gefahren geformt werden“, so der Gruppenführer. Anschließend wurden alle Sprengsätze durch eine Sprengschnur verbunden und mit einem elektrischen Zünder an der Zündleitung angeschlossen.

Im Anschluss ertönte das erste Signale, ein langgezogener Ton, erzeugt durch ein Signalhorn. Dieses bedeutete für alle Beteiligten: „Deckung, Gefahrenbereich im Radius von 300 Metern räumen.“ Die Polizei Bad Salzuflen und der Löschzug der FW Bad Salzuflen sperrten nach diesem Signal die Exterschen Straße und das Technische Hilfswerk die Zufahrt im oberen Bereich.  Nach ertönen von zwei kurzen Signalen zählte der Sprengmeister von zehn rückwärts über das Funkgerät runter. Dann erfolgte die Sprengung. Nach einem weiteren Signal war die Gefahr vorbei und alle Einsatzkräfte konnte die Einsatzstelle wieder betreten.

„Es hat alles gut funktioniert und durch die Sprengung sind keine weiteren Bäume beschädigt worden“. Um 14:30 Uhr rückten alle Kräfte zurück in ihre Standorte ein und der Einsatz war beendet.

Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften für die tolle Zusammenarbeit.

Ein Video zur Sprengung finden Sie hier

 

Text & Foto: Jennifer Reineke


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